URBAN UTOPIA
Conference 2026

Am 9. und 10. Juli findet die zweite URBAN UTOPIA Conference in Berlin statt. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) ist Partner der Veranstaltung und am zweiten Konferenztag mit einem eigenen Panel vertreten. Initiator Paul Baumann über echte Begegnungen, neue Perspektiven und warum sich der Besuch der Conference für Landschaftsgärtner*innen lohnt.

Hitze, Starkregen, Biodiversitätsverlust – die Herausforderungen für unsere Städte sind bekannt. Lösungen gibt es ebenfalls viele. Doch wie kommen sie schneller in die Umsetzung? Genau hier setzt die URBAN UTOPIA Conference an. Statt einer klassischen Fachtagung versteht sich die Veranstaltung als Plattform für den Austausch zwischen Garten- und Landschaftsbau, Planung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Warum dieses Miteinander so wichtig ist und weshalb sich auch Landschaftsgärtner*innen den Termin vormerken sollten, erklärt Initiator Paul Baumann im Interview.

Paul Baumann

Paul Baumann ist gelernter Landschaftsgärtner, Musiker und Gründer von URBAN UTOPIA. Foto: Fares Hamade

„Wir glauben an echte Begegnungen.“

Mal provokant gefragt: Braucht die Welt wirklich noch eine Konferenz – oder einfach mehr Bäume?

Paul Baumann: Natürlich braucht die Welt mehr Bäume. Aber sie braucht auch Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Wir erleben gerade, dass immer mehr Verbindungen digital stattfinden oder sogar simuliert werden. Umso wichtiger werden echte Begegnungen. Genau dafür schaffen wir mit URBAN UTOPIA einen Raum: Menschen sollen sich austauschen, voneinander lernen und sich auf kreative Weise vernetzen.

Urban Utopia

Festival und Fachkongress

URBAN UTOPIA versteht sich nicht als klassische Fachveranstaltung. Was macht die Conference besonders?

Paul Baumann: Wir bewegen uns bewusst zwischen Fachkongress und Festival. Ich bringe selbst viel Erfahrung aus der Musik- und Festivalwelt mit und wollte diese Atmosphäre in eine hochwertige B2B-Veranstaltung übertragen. Inhaltlich haben wir den Fokus in diesem Jahr noch stärker auf die grüne Branche gelegt – auf Innovationen, Trends und die Frage, wie Netzwerke innerhalb der Branche wachsen. Gleichzeitig soll sich die Veranstaltung bewusst anders anfühlen als ein klassischer Kongress.

„Wir bewegen uns bewusst zwischen Fachkongress und Festival.“

Panel URBAN UTOPIA © Urban Utopia GmbH

Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warten rund 70 verschiedene Sessions.

Lösungen entstehen an den Schnittstellen

Die diesjährige Conference steht unter dem Motto „Verbindung“. Was bedeutet das für dich?

Paul Baumann: Verbindung ist ein Begriff, der auf vielen Ebenen funktioniert – botanisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich oder biologisch. Uns geht es darum, Menschen zusammenzubringen. Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht innerhalb einzelner Disziplinen lösen. Sie entstehen an den Schnittstellen verschiedener Fachbereiche. Deshalb setzen wir bewusst auf interdisziplinären Austausch – und darauf, dass daraus Synergien, neue Kooperationen und Perspektiven entstehen. Genau das brauchen wir, um Themen wie klimaangepasste Städte schneller voranzubringen.

Foto: Markus Gertken

Welche Rolle spielen Pflanzen künftig in unseren Städten?

Paul Baumann: Ich glaube, vielen Menschen ist inzwischen bewusst, welchen Mehrwert Pflanzen bieten – ästhetisch, aber eben auch funktional. Gerade in heißen Sommern wird deutlich, dass sie weit mehr sind als Dekoration. Sie gehören zur kritischen Infrastruktur. Damit dieses Verständnis selbstverständlich wird, müssen Natur und Pflanzen meiner Meinung nach schon früh in Bildung und Erziehung eine größere Rolle spielen.

Eindrücke von der URBAN UTOPIA Conference 2025. Linkes Foto: Birgit Schattling

„Verbindung ist ein Begriff, der auf vielen Ebenen funktioniert – botanisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich oder biologisch.“

„Ohne den Garten- und Landschaftsbau geht es nicht“

Der BGL ist mit eigenem Stand und einem Panel am Freitagnachmittag zum Thema „Begeisterung für grüne Berufe“ vertreten. Welche Rolle spielt der Garten- und Landschaftsbau für die Zukunft unserer Städte?

Paul Baumann: Ich glaube, der Garten- und Landschaftsbau ist ganz klar ein Treiber. Ohne ihn lässt sich die Transformation unserer Städte gar nicht denken. Irgendjemand muss die Veränderungen schließlich umsetzen.

Ich möchte mich auch außerhalb der Branche für diesen Beruf starkmachen. Er ist körperlich fordernd, aber unglaublich erfüllend. Am Ende des Tages kann man auf das schauen, was man geschaffen hat. Dieses Gefühl ist etwas Besonderes. Wenn wir über klimaangepasste und zukunftsfähige Städte sprechen, wird der Garten- und Landschaftsbau künftig eine noch wichtigere Rolle spielen als heute.

Hannah Lübben Projektleiterin © Hannah Lübben

Hannah Lübben unterstützt Paul Baumann als Projektleiterin bei URBAN UTOPIA. Foto: Hannah Lübben

Warum sich Landschaftsgärtner*innen den Termin vormerken sollten

Was bringt URBAN UTOPIA ganz konkret dem Garten- und Landschaftsbau?

Paul Baumann: Vor allem einen Blick über den Tellerrand. Wer offen auf die Veranstaltung zugeht, entdeckt neue Perspektiven, Innovationen und Menschen, mit denen man sonst wahrscheinlich nie ins Gespräch gekommen wäre. Die Conference schärft den Blick für das, was rund um das Thema Pflanze gerade entsteht – und eröffnet neue Perspektiven auf die eigene Arbeit.

Ein Erlebnis, das in Erinnerung bleiben soll

Was wünschst du dir für die Zukunft der URBAN UTOPIA Conference?

Paul Baumann: Ich wünsche mir, dass URBAN UTOPIA zu einer Art Klassentreffen für pflanzenbegeisterte Menschen wird. Und dass die Entwicklung der Conference mit der Entwicklung unserer Städte Schritt hält – je mehr pflanzenbasierte Lösungen in der Stadtentwicklung an Bedeutung gewinnen, desto relevanter soll auch URBAN UTOPIA werden.

Über URBAN UTOPIA

URBAN UTOPIA ist ein interdisziplinäres Netzwerk für Menschen, die Pflanzen als Schlüssel zu lebenswerten Städten verstehen. Die Conference bringt Akteur*innen aus Garten- und Landschaftsbau, Planung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, um sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und neue Ideen zu entwickeln.

So wächst eine Community, die Pflanzen als verbindendes Element begreift und neue Impulse für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung setzt. Im Mittelpunkt stehen der fachübergreifende Austausch, Inspiration und die gemeinsame Suche nach Lösungen für lebenswerte, klimaangepasste Städte.

Alle Fotos (sofern nicht anders angegeben): URBAN UTOPIA GmbH
Autorin: Kim Lüftner

Carsten Peters2026-07-03T10:49:10+02:00
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