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Grüner Zweig in Tecklenburg bietet hochwertige Dienstleistungen rund um den Baum: von der Kontrolle, Pflege, Fällung und Neupflanzung bis hin zum ganzheitlichen Baummanagement. Exzellenter Kundenservice verbindet sich dabei mit einem hohen Standard im Natur- und Artenschutz. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Erfolgsformel, wie Inhaber Oliver Tiedemann und sein Team beweisen.

Natur- und Artenschutz

Wertschätzung: Dieser Begriff ist zentral im Selbstverständnis des auf Baumpflege und Baummanagement spezialisierten Betriebs „Grüner Zweig“ in Tecklenburg. Gemeint ist die Wertschätzung gegenüber Menschen – seien es Mitarbeiter, Kunden oder Partner – sowie allen anderen Lebewesen, insbesondere natürlich den Bäumen. Der Natur- und Artenschutz ist schon immer tief in der Unternehmensphilosophie verankert, und die aktuellen Klimaveränderungen machen überdeutlich, wie wichtig er ist: Viele Hauptbaumarten leiden extrem unter den trockenen Sommern, auch solche, von denen man es nicht erwartet hatte, wie Birken, Eschen, Ahorn oder Buchen.

„Wir können nicht einfach darüber hinwegsehen, dass sich gerade in der Welt der Bäume beängstigend viel verändert und es bei unseren wichtigen heimischen Hauptbaumarten aufgrund der anhaltenden Trockenheit und den Folgeschäden teilweise zu massiven Verlusten kommt“, betont Oliver Tiedemann, der den Betrieb gemeinsam mit Kurt Bröring leitet.

„Wir stehen aktuell vor sehr großen Herausforderungen und es ist in diesen Extremwetter-Zeiten sehr wichtig, durch ein innovatives Bewässerungsmanagement gestresste Bäume in der Sommerzeit zu unterstützen und möglichst zu erhalten! Zudem sollten wir uns schnellstmöglich den Herausforderungen durch den Klimawandel und das enorme Artensterben stellen. Insbesondere bei Neupflanzungen muss die gesamte Branche konsequent sogenannte Klima- und Bienenbäume an optimal vorbereiteten Standorten pflanzen.“

Der Betrieb hat sich zudem zur Aufgabe gemacht, für jeden gefällten Baum einen Ausgleich in Form einer Klima- oder Bienenbaum-Pflanzung zu schaffen oder regionale Insekten- und Artenvielfaltsprojekte zu entwickeln und umzusetzen.

“Wir können nicht einfach darüber hinwegsehen, dass sich gerade in der Welt der Bäume beängstigend viel verändert.”

Oliver Tiedemann

Der Natur- und Artenschutz ist seit den Anfängen in Oliver Tiedemanns Unternehmensphilosophie verankert.

Standortoptimierung für alte und neugepflanzte Bäume

Ein wichtiger Parameter für vitale und robuste Baumbestände ist der möglichst optimale Baumstandort. Mit der Optimierung bestehender Standorte durch den Einsatz von Boden- und Injektionsverfahren, einer baumspezifischen Bodenverbesserung und einem intelligenten Bewässerungsmanagement können die Bäume in ihrer zukünftigen Entwicklung unterstützt werden. Hierfür hat das Unternehmen einen eigenen Leitfaden entwickelt.

„Bei Neupflanzungen achten wir regelmäßig darauf, optimale Bedingungen zu schaffen. Die Standortvorbereitung sollte genauso viel Aufmerksamkeit erhalten wie die Baumauswahl“, so Tiedemann.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ohne Spritzmittel

Auch bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS), dessen Raupen durch ihr Eiweißgift allergische Reaktionen auslösen können, wendet das Unternehmen ausschließlich umweltverträgliche Methoden an. Leitgedanken sind hierbei, das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen und die Artenvielfalt zu erhalten oder sogar zu erhöhen.

Tiedemann sagt: „Wir schaffen zum Beispiel durch das Aufhängen von Vogel-Nisthilfen neue Habitatstrukturen für natürliche Fressfeinde und unterstützen dadurch die Regenerationsfähigkeit des Ökosystems Baum. Gemäß diesem Prinzip verfolgen wir eine punktuelle EPS-Nesterentfernung an den Stellen, an denen eine begründete Gefährdung für den Menschen besteht, und befürworten es, Nester an den übrigen Stellen zu belassen. So unterstützen wir die natürlichen Regulierungsprozesse durch eine mögliche Vermehrung von Fressfeinden.“

Dem Spritzverfahren steht das Unternehmen kritisch gegenüber: Bei der flächigen Ausbringung und Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners werden die Populationen lokal stark reduziert, gleichzeitig wird aber auch das ökologische Gleichgewicht stärker gestört. Denn: Der Einsatz von Bioziden wirkt nur bedingt selektiv. Auch andere baumbewohnende Falterarten und Insekten und deren natürliche Fressfeinde in der Nahrungskette beeinträchtigt und schädigt das Spritzpräparat.

Daher bekämpft der „Grünen Zweig“ die Raupen durch fachgerechtes Absaugen der Gespinstnester. Dies geschieht mit einem Sicherheitssauger der Filterklasse H. Zudem sind für diese Arbeiten vollständig geschlossene Schutzanzüge und ein Atemschutz vorgeschrieben. Per Hubsteiger oder mittels Seilklettertechnik können hierbei auch schwer zugängliche Bereiche erreicht werden.

„Der Naturhaushalt ist aus dem Gleichgewicht, und das will uns etwas sagen“, betont Tiedemann. „Wir müssen aufhören, gegen die Natur zu arbeiten, wenn wir mehr Artenvielfalt und weniger Probleme mit Schädlingen haben möchten. Der Garten- und Landschaftsbau ist in der Verantwortung zu sagen: Wir sind da die Kompetenz. Das ist auch eine tolle Chance für die Branche.“

“Der Naturhaushalt ist aus dem Gleichtgewicht und das will uns etwas sagen.”

Beziehungen stehen im Mittelpunkt

Ein funktionierendes System ist auch das Team vom „Grünen Zweig“ selbst. Das wertschätzende Miteinander wird ganz bewusst kultiviert: „Wir haben uns im Bereich Beziehungsarbeit coachen lassen und Werkzeuge erlernt, die auf den Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation und der ‚Neuen Autorität‘ nach Haim Omer basieren. Respekt, Vertrauen und Transparenz sind wichtige Werte für uns, und sie werden auch täglich gelebt“, so der Unternehmer.

Sein Geschäftspartner und er achten darauf, die Stärken jedes Einzelnen gezielt zu unterstützen: „Wenn ein Mitarbeiter über einen anderen sagt: ‚Der kann das nicht‘, höre ich zu und frage dann: ‚Ok, und was kann er besonders gut?‘ Es ist wichtig, stets zu vertrauen und die Aufmerksamkeit auf die Kompetenz und das Positive zu richten. Diese Art von Personalführung erhöht ganz enorm die Zufriedenheit und sorgt für effektivere Abläufe und Synergien.“

Hohe Mitarbeiterzufriedenheit

Auch die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen tragen dazu bei, dass sich die Teammitglieder wohl fühlen. So bietet der „Grüne Zweig“ seinen Mitarbeitern Teilzeitmodelle, flexible Arbeitszeiten, familienbezogene Freistellungen und die Möglichkeiten für längere berufliche Auszeiten an.

Außerdem werden überwiegend Aufträge im Umkreis von etwa 150 Kilometern angenommen. Das ist nicht nur gut für die CO2-Bilanz, sondern schafft auch echte Lebensqualität für die Mitarbeiter, da sie wissen, dass sie am Abend bei Familie und Freunden sein können.

Die guten Arbeitsbedingungen sprechen sich herum, so dass das Unternehmen immer genügend Bewerber hat. Und ein besseres Maß für Mitarbeiterzufriedenheit und einen guten Ruf als Arbeitgeber kann es nicht geben!

Gute Kundenbeziehungen und effiziente Arbeitsweise

Auf ähnlich sorgfältige Weise werden die Kundenbeziehungen gepflegt. Zum Beispiel haben die Mitarbeiter immer genug Zeit, um ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zum Auftraggeber aufzubauen.

Für reibungslose Abläufe und einen exzellenten Service sorgen in dem 40-köpfigen Unternehmen genau definierte Prozesse, die durchgängige digitale Infrastruktur und ein 10-köpfiges Büroteam. Ein Aufwand, der nicht selbstverständlich ist: „Manche wenden ein, man verdiene sein Geld doch nur mit der Säge auf der Baustelle“, erzählt Tiedemann. „Aber für uns ist es ganz wichtig, ein guter und sorgfältiger Dienstleister zu sein. Das wird von den Kunden auch zunehmend erwartet.“

Attraktives Komplettpaket für größere Baumbestände: das Baummanagement

„Das am Markt stark nachgefragte Portfolio der Baummanagementleistungen wird von uns schon seit über 10 Jahren angeboten“, fährt er fort. Eigentümer größerer Baumbestände, das sind meist kommunale, kirchliche oder gewerbliche Einrichtungen mit 1.000 oder mehr Bäumen, erhalten beim „Grünen Zweig“ ein Komplettpaket zu einem Stückpreis pro Baum, bestehend aus:

  • Baumkataster und Baumverwaltung

  • Baumkontrolle und Baumgutachten

  • artenschutzrechtlichen Überprüfungen

  • Baumarbeiten zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit

  • Nachpflanzungen

  • weitere Leistungen auf Anfrage

„Wir haben in unserem großen, vielfältigen Team Baumpfleger, Baumsachverständige, zertifizierte Sachkundige für Artenschutz und einen modernen Maschinenpark“, erläutert Oliver Tiedemann. „Das unterscheidet uns von anderen Unternehmen und ist für unsere Auftraggeber sehr attraktiv. Sie brauchen für ihre Bäume und Baumbestände Kostensicherheit über das Jahr, und die können wir ihnen mit unserem Rundum-Paket bieten.“

Für das Baummanagement werden mehrjährige Verträge abgeschlossen, die größtmögliche Kosten- und Planungssicherheit für Baumkontrollen und Baumarbeiten mit sich bringen. Die Nachfrage ist groß, zumal der „Grüne Zweig“ aufgrund seiner optimierten Prozesse und Spezialisierung diese Leistungen zu attraktiven Preisen anbieten kann. Insgesamt sorgt dieses Konzept für einen verkehrssicheren und nachhaltig gepflegten Baumbestand.

 

Die Nachfrage nach Baummanagement ist groß.

Mitarbeiter von "Grüner Zweig" beim Baummanagement.

Pionier für Artenschutzrechtliche Überprüfung (ARÜ)

Stark eingreifende Schnittmaßnahmen an einem Baum sind notwendig? Dann fragt die im RAL-zertifizierten Betrieb eingesetzte Aufragsverwaltungssoftware automatisch ab, ob der Baum artenschutzrechtlich relevant ist. Kriterien sind zum Beispiel ein hohes Alter sowie vorhandene Habitatstrukturen – dazu gehören unter anderem Höhlungen, Nester oder starker Efeubewuchs. Im Schnitt betrifft das etwa drei bis fünf Prozent der zu bearbeitenden Bäume, in sehr alten Baumbeständen können es auch zehn Prozent sein.

Sollte eins der Kriterien erfüllt sein, machen sich die Expertinnen vom „Grünen Zweig“ an die gesetzlich vorgeschriebene artenschutzrechtliche Überprüfung. Einen typischen artenschutzrechtlich relevanten Höhlenbaum erklimmen sie mit Hilfe von Hubsteigern oder Kletterseilen und untersuchen ihn mit Endoskopen. Ergibt eine Sichtung oder eingehende Untersuchung, dass eine Höhle besetzt ist oder dass es sich um ein geschütztes Habitat handelt, dann stimmt sich der Betrieb mit der zuständigen Behörde darüber ab, ob ein Eingriff vorgenommen werden kann und wie weit er geht.

Schon seit fünf Jahren ist dieses Vorgehen beim „Grünen Zweig“ etabliert. So wurde auf Basis der rechtlichen Vorgaben durch die Naturschutzgesetze ein betriebsinterner Leitfaden und Kontrollbogen erarbeitet, mit dem alle gesetzlich notwendigen Schritte und Dokumentationen erfolgen, sodass Prüfungen und Abstimmungen mit den Behörden einheitlich und effizient ablaufen können.

Mitarbeiter im Hubsteiger bei der Baumpflegearbeit.

Seit 2020 liegt der gesamten Branche ein Leitfaden für den Umgang mit Artenschutz in der Baumpflege vor.

Betriebseigene „Artenschutzspürnase“

Seit 2020 liegt der gesamten Branche ein Leitfaden für den Umgang mit Artenschutz in der Baumpflege vor. Er bestätigt: Der „Grüne Zweig“ arbeitet schon seit vielen Jahren gemäß den Vorgaben und hat somit beim Umgang mit dem Thema Artenschutz eine Art Vorreiterrolle.

Apropos Innovationen: Die Firma lässt gerade ihren „Betriebshund“ zum Auffinden und Anzeigen von Fledermausbesatz im Baum ausbilden. Die betriebseigene „Artenschutzspürnase“ wird sich hoffentlich schon bald einen Platz im Team erarbeiten und irgendwann ebenfalls „kompetenzorientiert“ begeistert für den Naturschutz im Einsatz sein.

Referent und Netzwerker

Oliver Tiedemanns Wissen zum Thema Artenschutz und Baumpflege ist begehrt, und er teilt es gerne mit anderen. An der Universität Kassel, der FH Osnabrück und bei verschiedenen Fachveranstaltungen hält er regelmäßig Vorträge als Fachdozent, immer mit begeisterten Zuhörern und ganz nah an der Praxis. So bringt er etwa Holzexponate, Baumpflegetechnik oder einfach mal ein Gläschen Kot von Fledermäusen und Käfern mit in seine Vorlesungen, um das Gelehrte zu veranschaulichen. Oder er geht mit den Studenten kurzerhand raus zu den Bäumen.

Auch im Verband engagiert sich der Unternehmer sehr für die Themen, die ihm wichtig sind. Er ist im Landesverband NRW, im Regionalverband Bremen/Niedersachsen sowie im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. aktiv. Nicht zuletzt, weil er „dem Baum innerhalb der Branche eine Stimme geben will“. Dabei schätzt er es sehr, sich mit anderen vernetzen und gemeinsam engagieren zu können.

“Ich möchte dem Baum innerhalb der Branche eine Stimme geben.”

Ein am Baum orientiertes Baumhaus

Ob Baumpflege, Mitarbeiterführung, Wissenstransfer oder Einsatz für mehr Artenschutz: Man spürt, dass Oliver Tiedemann aus tiefer Überzeugung und Begeisterung handelt. Vielleicht ist das das Geheimnis, weshalb er neben all den genannten Aktivitäten auch noch Zeit und Energie für kreative Projekte aufbringt, etwa für die Entwicklung neuartiger Baumhäuser:

Vor einigen Jahren kam ihm die Idee, ein Baumhaus zu entwerfen, das mobil und freischwingend mit Gurten zwischen oder in Bäumen befestigt wird und damit sehr baumschonend ist. Die Mobilität und der einfache Transport ermöglichen ein schnelles Auf- und Abbauen, optimal abgestimmt auf den heutigen Zeitgeist der sogenannten Tinyhouses. Gemeinsam mit seiner Frau, Freunden und einem Architekten entwickelte er verschiedene Prototypen, die zum Teil auf seinem Grundstück als Sauna, Büro oder Schlafraum zu bewundern sind.

Oliver Tiedemann entwickelt auch freischwingende Baumhäuser.

Mobil, leicht aufzubauen, baumschonend: Auch seine freischwingenden Baumhäuser entwirft Oliver Tiedemann mit viel Leidenschaft.

Neu & nachhaltig: Baumhaus-Leasing

Das erste Modell geht jetzt in Serie und kommt schon 2021 auf den Markt. Man kann es leasen oder kaufen, allerdings in 2021 und 2022 erst einmal nur im Umkreis von 150 Kilometern rund um den Unternehmensstandort.

Vorteil des Baumhaus-Leasings: Falls die anfängliche Begeisterung der „Bewohner“ nachlassen sollte, kann das mobile Haus von neuen Interessenten genutzt werden. Nachhaltiger geht’s nicht … ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie von „Grüner Zweig“.

Grüner Zweig GmbH (gruener-zweig.de)

2021-03-03T16:53:56+01:00
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